Presserückschau

Instrumentale Sparsamkeit, spontane Experimentierfreudigkeit und ein enges musikalisch-menschliches Miteinander scheinen das Geheimnis dieses Trios zu sein. Denn wenn Lucie Cerveny mit klarer und akzentuierter Intonation den Songs eine sehr persönliche Note vermittelt (oder am Piano kraftvoll begleitet), wenn Michael Reiserer mit dem Gespür für das Wesentliche den Takt vorgibt und Titus Waldenfels mit all seinen Saiteninstrumenten und Spieltechniken für eine angenehm erfrischende Atmosphäre sorgt, bekommt die Musik ihren starken und eigenwillig poetischen Charakter. Dieser kann wiederum nur entstehen, wenn alle Beteiligten gemeinsam an eben jenem musikalisch-menschlichen Strang ziehen, sich untereinander einig sind, in dem was sie tun und vor allem, wie sie es tun. Das künstlerische Resultat dessen klang in Maisach jedenfalls grandios.
Jörg Konrad, Süddeutsche Zeitung FFB, 23.03.09

Von Bob Dylan über den Regenbogen direkt zu Duke Ellington - und zurück über Mano Negra, Bob Wills and the Texas Playboys, Element Of Crime, Willie Nelson, Bert Brecht / Kurt Weill und zig andere Stationen führte die musikalische Reise, auf die das Oberweilinger Publikum am vergangenen Samstag von Titus Waldenfels und Michael Reiserer mitgenommen wurde – in der Ersten Klasse, versteht sich!
Wie passt der Michael-Holm-Schlager „Tränen lügen nicht“ zu einem Cajun-Traditional oder „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“ von den Comedian Harmonists zu J. J. Cales „They Call Me The Breeze“? Die Antwort ist so einfach wie skuril: genauso abenteuerlich wie die Songauswahl muss das Instrumentarium der beiden Ausnahmevirtuosen sein. Und so steht auf der Bühne ein Schlagzeug, ein Akkordeon, eine Singende Säge, ein Banjo, eine Bassmundharmonika, eine Strohgeige, eine akustische Gitarre, eine Hawaii-Gitarre, eine Ukulele, ein Basskeyboard. Das könnte man alles noch einordnen, aber wenn dann Michael Reiserer zu seinem entspannten oft lyrischen Gesang (wunderbar, wie er Rio Reiser interpretiert!) Akkordeon und zugleich beachtlich gut Einhand-Schlagzeug spielt und sein Partner Titus Waldenfels mit dem Fuß die Keyboardtasten bedient, gleichzeitig mit der Bassmundharmonika die Harmonien setzt und dazu ausgeklügelte, dennoch gefühlvolle Soli auf der Geige, der Gitarre, dem Banjo oder der Ukulele von sich gibt, als sei es das Selbstverständlichste von der Welt, dann bleibt einem angesichts der Einmaligkeit solchen Tuns als Zuschauer und Zuhörer einfach der Atem weg.
Golly Hertlein, 28.02.2009

Best of Waldenfels: ‘Liedgold’ ist Titus Waldenfels’ persönliche Jukebox- im Trio live gespielt. Sie ist mit Songs der vergangenen 80 Jahre bestückt, mit Liedern, die zwischen allen Genrestühlen stehen. Eine musikalische Verbindung , bei der für den Gitarristen nur eines schwierig ist: ‚Sie in der Ankündigung gescheit darzustellen’. Also, probieren wir’s. Stücke aus dem Jazz und dem Blues, Schlager und Rock, Country und Chanson, Swing und Rock’n Roll, auf spanisch, englisch, deutsch, französisch- wie geht das zusammen? Es ist Waldenfels’ Liebe zum Song, egal, ob er von Willie Nelson stammt, vom Broadway oder aus Deutschland. Das Verschiedene zusammenzubringen und zu zeigen, das die Verschiedenheit sich auflösen kann, wenn man sich auf die Substanz der Songs konzentriert- das will Titus Waldenfels mit ‚Liedgold’. ‚Es ist aber kein textlastiges Chansonprogramm’, das Instrumentale geht nicht verloren, es wird auch kräftig gejammt. Nicht zuletzt darüber ergibt sich trotz aller Ungleichartigkeit so etwas wie ein Sound, eine Einheit in den Auftritten von ‚Liedgold’.
Thomas Miesbach, Leonart, Januar 2008

Arbeitstier an der Gitarre: Nicht weniger als 32 Instrumente findet man in der ‚Guitar Gallery’ auf der Homepage von Titus Waldenfels- von der bolivianischen Charango über eine 70er-Jahre-Ibanez-Doubleneck bis zur Fender Bullet Deluxe. Und genau wie seine Musikaliensammlung, so ist auch Waldenfels’ stilistisches Repertoire über die Jahre kontinuierlich angewachsen. Der 37-jährige Münchner gehört zu den unverzichtbaren Arbeitstieren der hiesigen Szene. Bei rund 250 Auftritten im Jahr spielt sich der Jazzgitarrist die Finger wund, ohne dass es bisher den großen Knall gegeben hätte.
Oliver Hochkeppel, SZ München, 19.12.2006

Titus Waldenfels alleine kann mit seiner Akustik-Gitarre schon locker den Part von vier Musikern gleichzeitig übernehmen. Er schrubbt die Harmonien derart ausdrucksstark, daß er ihnen gleich einen eigenen Percussionseffekt mitgibt, in den tiefen Lagen wandern zugleich die Bässe mit und obendrein streut er auch noch einige köstliche Soli mit in sein Spiel ein.
Den Aspekt der Arbeitsplatzvernichtung dürfte Titus Waldenfels dennoch wohl kein Jazzfan ernsthaft vorwerfen, denn das, was es zu hören und zu bestaunen gab, war einfach geinal. Atemlos flink wechselte Titus Waldenfels seine Akkorde und sorgte mit seiner differenzierten Anschlagskunst für enormen Drive.
Einfach wunderbar wirkte das, was der Gitarrist zu Gershwins Klassiker 'Summertime' beizusteuern wußte. Fast eine barocke Anmut erhielt seine zarte Linie, die er reduzierte auf eine begleitendende Solomelodie der Gesangsstimme- oder den Gesang schmeichelnd mit einfachen Pizzikato-Arpeggien umgarnte.
SZ Freising, 18.02.1998

Auch diesmal ließ sich der Weltmusiker Monty Waters aus New York von Allround-Gitarrist Titus Waldenfels akustisch begleiten. Und wieder schafften es die beiden Ex-Embryos, die Herzen der Jazz-Club-Besucher im Moosburg im Sturm zu erobern. Mit schlafwandlerischem Gespür kombinierte Waters ursprünglichen Blues mit Bebop, Sprechgesang und der für ihn typischen Art, 'Poetry' vorzutragen. Mit gewaltiger Stimme rappte Waters seine Intros wie Botschaften von Liebe, Unglück und Einsamkeit voraus, um sie hinterher mit dem Saxophon eindrucksvoll zu dokumentieren. Wie es ihm gefiel, wechselte er dabei die Nuancen, ließ gefühlvolle Tonfolgen einfließen und die wildesten Kapriolen folgen. Waldenfels verstand es, die Blitzideen seines Frontmanns intuitiv vorauszuahnen, ließ aber auch keine Gelegenheit aus, seine eigenen Vorlieben auszuleben. Mit den einfachen Mitteln von Straßenmusikern verdichteten Waters & Waldenfels verschiedenste Stilelemente zu einem unverwechselbaren Sound, der nicht nur ins Ohr ging, sondern auch noch mächtig groovte.
SZ Freising, 15.05.1997


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aktuelles Datum: 2017.09.24
28.09.2017
20:00 Uhr
München,
La Bouche
IN DIESER STADT - SONGS, SWING & EXOTIKA, mit Anna Holzhauser & Michael Reiserer +++ 09 28 17 @ la bouche münchen 8pm #TitusWaldenfels #LaBoucheMünchen tituswaldenfels.bandcamp.com

02.10.2017
21:00 Uhr
Murnau,
Cafe Krönner
im Rahmen der MURNAUER KUNSTNACHT, mit Michael Reiserer & Florian Burgmayr +++ 10 02 17 @ kunstnacht murnau 9pm #kunstnachtmurnau #tituswaldenfels tituswaldenfels.bandcamp.com

05.10.2017
20:30 Uhr
Viechtach,
Altes Spital
BUBBLES IN MY BEER - COUNTRY, SWING & EXOTIKA, mit Nico Röwenstrunk & Michael Reiserer +++ 10 05 17 @ altes spital viechtach 8.30pm #AltesSpitalViechtach #OlliZilk #TitusWaldenfels tituswaldenfels.bandcamp.com

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